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Grübelzwang und Depression: Leiden lernen, um besser zu leben

Wir wollen dem Leiden aus dem Weg gehen. Doch „richtig leiden“ will gelernt sein, um ein tieferes, weniger gequältes Leben führen zu können. Wir können das Leiden vielleicht vergleichen mit dem Körpergefühl, das wir haben, wenn wir durch Moor oder Watt wandern: Manchmal lässt unser Grübeln dabei nach. Weiterlesen

Unverdaulich

Krieg müsse man manchmal führen, heisst es. Ich kann das nicht. Ich kann immer nur weggehen. Unverdaulich ist noch der Krieg in mir, den meine Mutter erlebte. Unverdaulich das transgenerationale Trauma – heute mehr denn je.Weiterlesen

Klagelieder können unser Leid kanalisieren

Wir wissen nicht, wohin. Unser Schmerz begleitet uns wie ein beständiges Hintergrundgeräusch. Wir spüren ihn in unserem Leben, doch ist er kaum zu sehen. Wenn wir „schon wieder“ klagen, schütteln die anderen den Kopf. Zu lange geht das nun schon so. Doch wie können wir unseren Schmerz kanalisieren? Weiterlesen

Gicht und Psyche: Ein Ganzkörperphänomen. Meditation kann helfen, Harnsäure zu senken

In diesem Beitrag geht es nicht um die chronische tophöse Ganzkörpergicht, die sich ähnlich wie eine Fibromyalgie äußern kann (eine Patientin erzählt ihre Geschichte auf Youtube: Living With Gout). Ich spreche von der Gicht an der Großzehe, mit der du aus dem Schlaf gerissen wirst. Weiterlesen

„No memory, no desire, no understanding“ – geht das in der Psychoanalyse-Ausbildung?

„No memory, no desire, no understanding“ (nichts erinnern, nichts wünschen, nichts verstehen) – wenn es dem Psychoanalytiker gelingt, diese Haltung einzunehmen, kann er sich ganz auf das Hier und Jetzt der Analyse-Sitzung einlassen. Weiterlesen

Magisches Denken – was hat es damit auf sich?

Wenn wir einen Zusammenhang zwischen zwei Dingen sehen, die in Wirklichkeit nicht zusammenhängen, denken wir magisch. „Klopf auf Holz“, sagen wir, um ein Unglück abzuwenden. Dabei kann Holzklopfen wahrscheinlich kaum etwas ausrichten. Aber es beruhigt uns. Weiterlesen

Verbundenheit: „Und dann habe ich zugemacht. Aber wie mache ich wieder auf?“

Wir können uns gut betäuben: mit Milch, Schokolade, Süßigkeiten, Twitter, aber auch mit einer starren Körperhaltung. Wenn uns etwas zu viel wird, dann können wir zumachen – wir bekommen eine versteinerte Mimik, verschränken die Arme, ballen die Fäuste und spüren nichts mehr. Weiterlesen

Der Schmerz des Unterschieds

Bild Nr. 873 Schmerz des Unterschieds von Dunja Voos

Ich dachte, es sei normal: das Geschrei, das Gezerre, das Gesperre, der Mangel, der Liebesentzug, der Alkoholgeruch, die Lügen, das Drama, die Nacktheit. Irgendwann dämmerte es mir. Ich fragte mich, ob das wirklich normal sei. Weiterlesen

Latenter Traumgedanke und manifester Trauminhalt – was dem Traum zugrundeliegt und was wir von ihm erzählen

Als „latente Traumgedanken“ bezeichnete Sigmund Freud die unbewussten Gedanken, Wünsche und Ängste, die den Traum produzieren. Diese Wünsche und Gedanken werden jedoch meistens nicht 1:1 im Traum erkennbar. Die latenten Gedanken werden verschleiert und verändert. Weiterlesen

Anale Phase: Das Nein und das Mein werden in Worte gefasst. Lass deinem Kind bei Verstopfung mehr Zeit

Im zweiten und dritten Lebensjahr ist dein Kind in der „analen Phase“. In westlichen Ländern lernt es in dieser Zeit Stuhl und Urin bewusst zu halten und abzugeben. Der Schweizer Kinderarzt Remo Largo hat in der Zürcher Längsschnittstudie erforscht, wie lange ein Kind braucht, um trocken zu werden und warum die Angaben so unterschiedlich sind. Weiterlesen